Der Millionenmann

Gabor Steingart von The Pioneer mit einer enthüllenden Story über Lobbyismus und was der Wahlkreisabgeordnete meines heimischen Wahlkreises mit Luftfahrtkonzernen zu tun hat. Eine Geschichte über einen Abgeordneten, der sich anscheinend zu weit von seinem Mandat entfernt hat.

Hier gibt es mal eine Recherche über einen lokalen Politiker, die hätte man sich eher von einem wahrhaft "investigativen" Lokal-Journalisten gewünscht.

Denn was nun ans Tageslicht befördert wird, betrifft Klaus-Peter Willsch, unseren Wahlkreisabgeordneten der CDU Hessen. Es geht, wie so oft bei der CDU, um Lobbyismus.
Zumindest scheint nun klar, warum Willsch Hilferufe der Maßnahmenkritiker in seinem Postfach übersehen hat und nach zwei Jahren ungelesen löschte 😉

Herr Willsch, was haben Luftfahrtkonzerne mit Ihrem Wahlkreis zu tun? Ich zitiere aus dem Beitrag von The Pioneer:

Abgeordneter oder Lobbyist?

Kaum jemand hat so viel Bundestagserfahrung wie Klaus-Peter Willsch (61). Für die CDU sitzt er schon seit 1998 im Parlament und zählt zu den 21 Dienstältesten unter der Kuppel. Er ist Teil einer erfahrenen Gruppe, zu der noch Wolfgang Schäuble oder Peter Ramsauer zählen. Willsch ist nicht so bekannt – und zählt doch zu den umstrittensten Abgeordneten. Zuletzt fiel er 2021 mit einer Coronaparty auf: Die hatte er zuhause im Wahlkreis gefeiert, während der Rest des Landes unter Pandemie-Beschränkungen litt. Willsch machte Party – ohne Maske. Im Taunus, da kommt er her. Aus Hessen.

Dort verspricht Willsch dem Wahlvolk, die idyllische Heimat zu schützen. Weinbauern und viele kleine, lokale Betriebe zählen auf Willsch. Darauf, dass sein Fokus ganz ihnen gilt. Derweil, im fernen Berlin, setzt sich Willsch wie wohl kein Zweiter immer wieder für bestimmte Luftfahrtkonzerne ein, die mit dem Taunus eher wenig zu tun haben. Bei kaum einem Abgeordneten ist die Industrie so nah dran.

Willsch unterstützt Airbus oder den bayerischen Triebwerkhersteller MTU, vermittelt Kontakte. Dient er nun primär seinen Leuten im Wahlkreis – oder doch der Industrie? Recherchen zeigen jedenfalls, dass Willsch ein echter Strippenzieher ist und seine Wirtschaftsnähe weitaus größer als bislang bekannt. Es geht um:

  • Luxusküche, die Abgeordnete genießen – aber Firmen bezahlen.
  • Von Willsch vermittelte Exklusivzugänge und einen dubiosen Lobbyverein.
  • Hunderttausende Euro an Nebeneinkünften, deren genaue Herkunft auch auf Nachfrage offen bleibt.

Wer den Abgeordneten länger beobachtet, stößt auf ein zweifelhaftes Mandatsverständnis.

Hat Willsch sich vom eigentlichen Mandat gar regelrecht entfernt?

Die Parlamentarische Gesellschaft nimmt bei der Frage eine Schlüsselrolle ein: Dort ausgerechnet finden die teuren Mittagessen statt, die Willsch oft anmelden lässt und bei der sich Firmen vor der Politik präsentieren können."

Zitat-Ende.

Hier der Link zum vollständigen Artikel

Politik, CDU, Klaus-Peter Willsch, Lobbyismus

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