Der Reichstags-Sturm - unvergessen

Der Sturm auf den Berliner Reichstag durch einen mutmaßlichen Reichsbürger-Mob am 29.08.2020 beschäftigt noch immer die Menschen. Im kollektiven Gedächtnis steht er sinnbildlich für den "Beweis" einer Nähe des Querdenker-Milieus zur rechten Szene. Wann immer ich Gelegenheit habe, etwas tiefer über die Bewegung und deren Motive zu sprechen oder es zu Ansätzen der Aufarbeitung der letzten zwei Jahre kommt, wird mir dieser Tag und dieses Ereignis entgegengehalten.

Wie ich über diesen Tag denke und warum ich glaube, dass er eine klassische "false flag"-Aktion war, habe ich bereits ausführlich hier dargelegt.

Heute möchte ich einen Link zu einer Spiegel-Dokumentation teilen. Diese fasst einige Ereignisse zusammen, stellt in bekannter Weise durch "Interviews" mit zwei einschlägig bekannten Protagonisten, die sich bereitwillig für diesen Klamauk zur Verfügung stellten, eine rechte Verbindung her. DIe tatsächlich interessanten Fragen, nämlich:

  • warum an dem Tag in der Bannmeile eine Demo vom Berliner Innensenator Geisel (Ex-SED, jetzt SPD) zugelassen wurde und...
  • warum die anwesenden Polizisten, trotz der Hetze von der Bühne und der Missachtung der Hygieneauflagen durch die Demonstranten so friedlich passiv dem Treiben zuschauten (und mutmaßlich später die drei "heldenhaften" Polizisten gefährdeten) ...

bleiben jedoch unerwähnt bzw. werden als unwichtig nur ansatzweise gestreift. Diese Dokumentation ist meiner Meinung nach entweder eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit, um das etablierte Narrativ der rechten Unterwanderung der Corona-Proteste zu festigen. Oder ein Zeugnis des völligen journalistischen Unvermögens.

Berlin, Reichstag, Polizei, Demokratie, SPD, Innensenator Geisel, SED, False Flag Aktion

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.